Eröffnungsausstellung
mit Judith Fegerl / Daniel Hafner / Claudia Larcher / Luiza Margan & Miha Presker /Adrien Tirtiaux /
Christoph Weber / Peter Wehinger
Eröffnung: 11.12.2007, 18 h // Ausstellungsdauer: 12.12. - 22.12.2007 und 2.1. - 19.1.2008

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Sieben Künstler eröffneten den neuen Ausstellungsraum für junge bildende Kunst. Judith Fegerl, Daniel Hafner, Claudia Larcher, Luiza Margan & Miha Presker, Adrien Tirtiaux, Christoph Weber und Peter Wehinger. Dass sie auf die architektonischen Gegebenheiten im weissen haus mit nahezu weißen Arbeiten antworteten, war zwar nicht geplant, dafür aber ein aussagekräftiges Ergebnis für die Eröffnungsausstellung des weissen hauses.

Judith Fegerls Incubation of the White Hare zeigt einen weißen Hasen als Führer/Begleiter in alternative Realitätsebenen und andere geometrisch räumliche Dimensionen. Den weißen Hasen findet man hier selbst in einer anderen Stufe seiner eigenen Existenz wieder. Es wird eine Gleichzeitigkeit von mehreren Realitätsebenen durch das nebeneinander Existieren einer Figur in unterschiedlichen Stadien der körperlichen Entwicklung erzeugt.

Daniel Hafner lässt in seiner Installation Wald eine 150 cm hohe Rolle aus weißer Pappe in sanften Windungen durch den Raum abrollen, zuweilen eng, dann wieder weitläufiger, ähnlich einem Paravent bietet es bietet Sichtschutz, Verstecke und Lichtungen.

Claudia Larchers raumspezifische Installation Coming Home beschreibt eine Motteninvasion im Ausstellungsraum. Aus einem Loch im Boden quellen weisse Styroporplatten, die sich am Boden über die Wand entlang tasten, bis sie in einer spiralförmigen freihängenden Drachenkonstruktion enden.

Die Installation Breather von Luiza Margan & Miha Presker zeigt ein Konstrukt von Zeichnungen und deren Transformationen durch eine Projektion. Die Schichten sind über einen Overheadprojektor angeordnet. Diese räumliche Transformation wird durch Bewegung der Zeichnungen noch verstärkt.

Adrien Tirtiaux konstruierte im Innenhof eine imposante hölzerne Schalung, die den Ausblick der Fenster eines Ausstellungsraumes verstellte. Das Einzige, das sich im Inneren dieses Raumes befand, war ein Podest mit Einladungen. Entsprechend den früheren Arbeiten It’s a long way to the sea und Auprès de mon arbre, untersucht die Installation After the snow den architektonischen und kulturellen Raum des White Cube, durch einen poetischen Versuch, ihn durch andere als die etablierten Instanzen bestimmt sein zu lassen.

Christoph Weber generiert einen wesentlichen Teil seiner Arbeiten aus vorgefundenem Bildmaterial. Für seine Serie Damage, die inzwischen bei der #4 hält, dienen Fotos aus dem Internet als Grundlage, Ausgehend von der Zeichnung findet eine Art „Rückbau“ statt: Die Umrisslinien werden in die (Galerie-)Wand gefräst, 3mm tiefe Schattenfugen bilden das Negativ der Zeichnung. Die „Schlitzung“ ist tautologischer Nachvollzug und Wiederholung des Zerstörten.

Die in den Raum gespannten Perlonschnüre Peter Wehingers, mutieren vom Hilfsmittel, normalerweise dazu da, möglichst nicht sichtbar andere Dinge in Szene zu setzen, zur Raumintervention. Die durchsichtigen Schnüre rücken in den Mittelpunkt der Betrachtung. Von einem Eckpunkt des Raumes ausgehend, sich über die Raumhöhe erstreckend, reicht die Arbeit an die gegenüberliegende horizontale Raumkante. Hier greift die Arbeit in die Breite, und legt die exakte Höhe des Raumes quer. Die so beschriebene Helix trennt den Raum in der Diagonale, fächert dessen Dimensionen auf und stellt sie zueinander in Relation.

 

Eröffnungsausstellung, 2007 - Ausstellungsansichten: p1p2 -p3-p1p2 -p3
Miriam Bajtala
Eröffnungsausstellung, 2007 - Ausstellungsansichten: p1p2 -p3-p1p2 -p3

 

Eröffnungsausstellung, 2007, Eröffnungsfotos