| Michail Michailov // Gerald Naderer // Anna Schreger // Timothy Segers Seit 26.10. ist der 30 Meter lange Schriftzug "ICH FERGEBE DIR" von Michail Michailov auf dem kupfergrünem Flachdach des Gebäudes der Wollzeile 1, vis à vis der Erzdiözese Wien und dem Stephansdom zu lesen. Unter diesem Dach befindet sich der Kunstverein das weisse haus, in dem Michail Michailov im Frühjahr für drei Monate ein Projektraum zur Verfügung gestellt wurde. Dabei versuchte Michailov künstlerisch auf unterschiedliche Weise in einen Dialog mit dem Nationalsymbol zu treten. ................................................................................................................................................................................... Gerald Naderer Ornamental, verspielt, schablonenhaft legt sich Blattwerk über die Wand. Das schöne Farbenspiel täuscht, dahinter lauern alte Geschichten von einer längst vergessenen Welt. Kapitalismus und Revolution sind längst passé. Die Menschen haben die Erde verlassen. Sie konnten ihrer Unfähigkeit zum friedlichen Miteinander nicht Herr werden. Langsam gingen sie zu Grunde. Sie wollten ihr Leben nicht ändern. Das Wissen um die notwendigen Veränderungen reichte nicht aus, um über die Trägheit hinweg zu helfen. .................................................................................................................................................................................... Anna Schreger Die Inhalte von Anna Schregers Graphiken gehen aus einer seriellen humorvoll-verfremdenden Abarbeitung am Thema Körper, im Speziellen der Hand und ihres Tuns hervor: sie beschäftigt sich in ihren Zeichnungen mit den Möglichkeiten der Haptik, der Ergänzung der visuellen Wahrnehmung durch taktile Erfahrungen und dem zeichnerischen Sich-Abarbeiten an Oberflächen, Texturen und Stoffen. .................................................................................................................................................................................... Timothy Segers "Take part in The last of the dark snow" ist Bestandteil einer Serie mater too mater. In diesem Werkzyklus dekonstruiert der belgische Künstler Timothy Segers bestehende Materialdefinitionen, aus welchen wir üblicherweise unsere Umwelt manifestieren. Die einzelnen Arbeiten resultieren zumeist aus Interventionen im öffentlichen Raum. Als Serie betrachtet, durchlaufen sie unterschiedlichste Stadien der Größe und Beschaffenheit, um schlussendlich den als The last of the dark Snow bezeichneten Zustand zu erreichen; die Verwandlung von Gestalt und Form herkömmlicher Materialien hin zu einer Struktur, welche die morphologischen Eigenschaften von Schnee aufweist. www.hanstheys.be/artists/tim_segers/
Michailov/Naderer/Schreger/Segers, 2009 -
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