| Veronika Schubert // Roland Wegerer Veronika Schubert
Krimi-Ermittler stehen im Mittelpunkt des Trickfilms Tintenkiller. Die starke Reduktion der Kommunikation äußert sich in einer surrealen Abfolge von Phrasen und Floskeln. Die wesentlichen Kennzeichen der TV-Ermittlungsarbeit wurden extrahiert und visuell in einer speziellen Zeichentechnik mit Tinte und Löschstift umgesetzt. .................................................................................................................................................................................... Roland Wegerer Ein Gesicht bettet sich auf Mehl und beginnt, sich im Haufen zu vergraben. Durch wiederholtes Blasen wird das Mehl zur Seite befördert und steigt als Fontäne hoch. Das sich ablagernde Mehl bedeckt immer mehr Kopf und Rücken und wird so zu einem abstrakten Gebilde. Das Mehl als kulturelles Gut und der existenzielle Atemvorgang verbinden sich zu einem homogenen zyklischen Vorgang. Die Untersuchung einer Positionierung des Individuums stellt für Roland Wegerer eine zentrale Aufgabe in seinem Werk dar. Hierzu taucht er tief in den Alltag jedes Einzelnen ab. Rituale, Verhaltensweisen und Wünsche werden aufgenommen und auf ihre Qualitäten hin untersucht. Er nutzt bekannte Objekte in verfremdeter Weise, verkehrt Handlungsabläufe in ihr Gegenteil oder fokussiert Details des menschlichen Körpers, womit er in gesellschaftlich formierte Strukturen eingreift. Aus dem kollektiv geprägten Gesellschaftsmuster bedient er sich zahlreicher Assoziationen. Es sind die Relationen des Menschen zu seiner Umgebung und die Erfahrungen des täglichen Lebens (atmen, kauen, schlafen etc.), die ihn interessieren. In allen seinen Arbeiten zeigt Wegerer, was sich prozesshaft als Schnittmenge an skulpturaler Qualität herausbildet, wenn ein Mensch konfrontativ auf ein Material oder ein Element (Staub, Luft, Wasser etc.) trifft. Dabei geht er von einem erweiterten Skulpturenbegriff aus. Das Interesse gilt weder dem formalen Produkt, dem Objekt selbst, noch dessen Ästhetik. Ein Kunstwerk zu erzeugen kann auch bloß darin bestehen, einen gewöhnlichen Gegenstand aus seinem logischen Kontext herauszulösen, ihm Worte und andere Bedeutungsträger beizufügen, die von außerhalb des engen Bereiches des Sichtbaren stammen. Die Suche nach der Position und der Aufgabe des Künstlers in der Gesellschaft, die Behandlung aktueller und beständiger Fragen und die Versuche der Beantwortung dessen treiben Roland Wegerers Werk voran. Schubert / Wegerer, 2009 -
Ausstellungsansichten: .................................................................................................................................................................................... |
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