Almut Rink
Projektraum
Eröffnung: 21.09.2010, 19h //  22.09. - 23.10.2010

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Almut Rink
Foamywater – Ground Moving Makes the Sea Look Deeper, 2010

Als normal gilt, was natürlich ist. Die biologische Metapher “natürlich” beschreibt einen unumstrittenen Status Quo, eine unabhängige Ordnung des Lebens, der unantastbare Naturgesetze zugrunde liegen. Dieses Argument lässt keine weitere Diskussion zu. Natur wird zur Absicherung der Normalität. Mit der Verwendung von 3D Software, wie sie LandschaftsarchitektInnen oder DesignerInnen benutzen, hat Almut Rink Videoinstallationen entwickelt, die den/die BetrachterIn auf eine imaginäre Reise durch fiktionale Landschaften führt. Indem die Künstlerin Software verwendet um etwas zu erschaffen, das als "natürlich" verstanden werden soll, hinterfragt sie unser Grundverständnis von Natur und betont die Paradoxa, die mit der von Menschenhand gesteuerten "Erschaffung" in Verbindung stehen. Almut Rink setzt sich mit der abstrahierten Erfahrung von Natur auseinander, um die damit konnotierten Ideologien aufzudecken. Die Videoarbeit "Foamywater" - der Titel entstammt den Menüs der Landschaftssoftware - legt im Format eines Tutorial deren Bezugssystem offen und transformiert das einst wilde und gefährliche Element der Natur in ein mittelbares Erlebnis. Der Computerschreibtisch wird zur dreidimensionalen Installation und zitiert die räumlichen Parameter der Software und der ihr inhärenten Sprache. "Dieses Manual enthält alle wichtigen Informationen, um mit Ihrer Visualisierungssoftware die besten Resultate erzielen zu können.

Das Meer ist der Name für ein Außen, ein expansives Ausbreiten ins Unendliche. Der Blick in die Weite entspannt die Augen. Ich fixiere einen Punkt auf dem leeren Schreibtisch. Besser noch ist: die Weite rendern – das Meer. Es wird einem  besonders das bewußt, was fehlt – am Schreibtisch. Das Hinaus aus der Beschränktheit des Bildschirms. Ein Raum ist eine notwendige Vorstellung, keinen Raum gibt es nicht, nur keine Gegenstände darin. Das Meer, das einmal, vor jeder Erinnerung außer der der Steine, das  Becken gefüllt hat, in dem diese Stadt liegt."

Almut Rink, geboren in Erfurt 1971, lebt und arbeitet in Wien.
Ausbildung: 1990 -1996 Akademie der Bildenden Künste, Wien. Ausstellungen (Auswahl): Digital Formalism, screening, Filmmuseum, Wien (2010); Nature_Nation, Museum of the SEAM, Jerusalem; Diagonale 2009, Graz; Early Heaven – from Nanjing, Tokyo, Helsinki, platform01 of Beppu Project Beppu, Oita (2009); FOAMYWATER, Austrian Cultural Forum, London; CONTACT ZONE, Galerie Miroslav Kralevic, Zagreb; REVERSE ENGINEERING, Galerie Eboran, Salzburg; Urban Galleries, Kunsthalle Wien Project Space, Wien; Ist diese Stadt ein fernen Planet?, Galerie Knoll, Wien (2008); Videotheque, Art Basel, Basel (2007); Undo New Path, Galerie Christine König, Wien; RAIFFEISEN-KALEIDOSKOP, Kunst am Bau, Raiffeisenbank, Wien; HEILIGE GEEST (EINDE), Voorkamer, Lier; BÜHNE LAND, Forum Stadtpark, Graz; Es ist schwer, das Reale zu berühren, Kunstverein, Graz (2006); NO ORDINARY, Skulpturens Huis, Stockholm;  WAYS IN, WAYS OUT, Kunsthaus Horn, Horn (2005); BARBARA EICHHORN, ALMUT RINK, Galerie Christine König, Wien; EGO ROCK, Fluc, Wien; LIVING ROOM, Kunsthalle Exnergasse; ES IST SCHWER, DAS REALE ZU BERÜHREN, Videofestival, Kunstverein, München (2004); MISSING ELSEWHERE, experimental intermedia, Gent; HAPPY VALLEY, ACC Galerie, Weimar; Videoscreening – Raum aktueller Kunst, Martin Janda, Wien; TRANS/ARCHIVE, Galerie 5020, Salzburg (2003).

Almut Rink - Ausstellungsansichten: p1p2 -p3-p1p2 -p3
Miriam Bajtala
Almut Rink - Ausstellungsansichten: p1p2 -p3-p1p2 -p3

 

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Almut Rink, 2010, Eröffnungsfotos

Almut Rink, 2010, Eröffnungsfotos