Anna-Maria Bogner // Markus Hofer // Roland Rauschmeier
Projekträume
Eröffnung: 18.05.2010, 19h // Ausstellungsdauer: 19.05.-17.07.2010
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ANNA-MARIA BOGNER
Zwischenraum
Ein zwischen den Räumen stehen.
Zu Anfang eine Konstruktion von Raum im Raum, lediglich eine Andeutung von Veränderung, die nun in das vollständige Herausstreichen des Zwischenraumes
mündet.
Eine Auseinandersetzung mit Raum – wie man ihn betritt und sich in ihm verortet. Eine stete Wiederholung, jedoch verliert der Betrachter im Laufe der Zeit ein Stück Bewegungsfreiheit und wird in Folge von räumlichen Dimensionsveränderungen gänzlich in den Zwischenraum verwiesen.
Mit Christina Boulas Intervention erreicht der Zwischenraum ein völlig anders zu verstehendes Ganzes, er verweist nach Aristoteles auf die Einheit
von Raum und Körper. Sie entnimmt der Installation den völligen Kontrast zur umliegenden Raumgrenze und fordert somit den Betrachter auf sich in der gänzlichen
Unklarheit zu verorten. Die Raumhülle schmilzt als autonomes Wesen weg und vereinigt sich mit dem darin liegenden Körper.
Das, was vorhin noch ein klarer Verweis in das Dazwischen war, wird nun zu einem komplett in sich geschlossenen System gekehrt. Der Betrachter kann sich nur noch leiten lassen und das Überbleibsel von Bewegungsspielraum nur mehr als herausgelöstes Dazwischen begreift.
Anna-Maria Bogner geboren 1984 in Schwaz in Tirol, lebt und arbeitet in Wien.
Ausbildung: 2003-2007 Bildende Kunst (Kontextuelle Malerei, Performative Kunst und Malerei), Akademie der bildenden Künste, Wien (bei Hans Scheirl, Elke Krystufek, Franz Graf, Monica Bonvicini); 1999-2003 Fachschule f. Bildhauerei, Innsbruck.
Ausstellungen (Auswahl): Die imaginäre Franz Graf Klasse, Xpedit Kiosk, Wien; Wir leben und arbeiten in Wien – Brighten the Corners, AREA 53, Wien (2010); de.re.struct, GegnerGallery, Wien; save the sharks, FB69, Münster (2009); Die Zelle, ehemaliges Wassergüteamt der Stadt Wien, Wien (2008); spend a day..., Atelier Schweizer, Wien; proj.of video and photographs with music, Reaktor, Budapest; voyage sauyage .... oder Denise hat es gern wenn ihr Blick im Rhythmus der Beinbewegung die Landschaft durcheilt, Cabaret Renz, Wien (2007); la petite mort, Slavonice; Höhung _ gestische Lesung, Leitturm Arenbergpark, Wien; Cross Borders, Masc- Foundation, Wien (2006); flowers in the garden, Galerie Karenina, Wien; la petite mort, Slavonice; Pereau, Bogner, Semperdepot, Wien; Space, Schikaneder, Wien (2005); P(a)rt – Ypsilon, Semperdepot, Wien (2004).
MARKUS HOFER
Das endlose Zimmer
Die Arbeit an „Das endlose Zimmer“ ist über die Wochen fortgeschritten. Es haben sich im Laufe der Zeit neue Stücke angereiht. So ist zum Beispiel eine kleine Kommode zum Ausgangspunkt für einen sich darauf befindenden Blumentopf geworden, aus dem wiederum eine Art Pflanze wird welche einen Bilderrahmen darstellt. Im Rahmen ist eine Fotografie zu sehen. Dieses immer wieder wechselnde Bild zeigt Aufnahmen von Situationen, die das Zusammenkommen von Natur und Kultur zeigen, und so wiederum den Rahmen thematisieren in dem sie zu sehen sind. Neben der kleinen Kommode ist ein Wasserhahn montiert, aus dem eine
undefinierbare gräuliche Flüssigkeit neben und unter die Kommode rinnt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes wurde ein kleines weißes Bild angebracht, auf dessen oberen Rand vier leere Klebstoffdosen in figurenähnlicher Haltung sitzen, das so genannte „Publikum“. Somit ist in gewisser Weise ständig jemand anwesend um die sich verändernde Szenerie zu beobachten.
Die Weiterentwicklung von „Das endlose Zimmer“ hat sich in den ersten Phasen als gut durchführbar erwiesen. Als sich aber die Anzahl der Objekte im Raum erhöhte und eine für den Künstler interessante Situation entstanden war, wurde es zunehmend schwieriger die weitere Entwicklung voranzutreiben. Mit jeden neuen An- und Einbau konnte die Situation auch zerstört werden. Und so mussten teilweise angebrachte und zur Probe montierte Dinge auch wieder entfernt werden.
Die fotografische Dokumentation ist durchgehend erfolgt, es kann also nachträglich jeder Schritt nachvollzogen werden. Weitere Objekte folgen im Laufe der nächste Tage und werden das Erscheinungsbild von „Das endlose Zimmer“ weiter verändern.
Markus Hofer, geboren in Haslach 1977, lebt und arbeitet in Wien.
Ausbildung: 1999-2003 Bildende Kunst (Objekt und Bildhauerei), Akademie der bildenden Künste, Wien (bei Bruno Gironcoli); 2002-2003 Bildende Kunst (Bildhauerei) Kunsthochschule Weissensee, Berlin (bei Bernd Wilde); 1997-1998 Bildende Kunst (Plastisches Gestalten–Bildhauerei), Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz (bei Erwin Reiter).
Ausstellungen (Auswahl): Die Verdoppelung der Wirklichkeit, Galerie Kastowsky, Wien; (No) Relation, Galerie Raum mit Licht, Wien; Aktive Materie, Galerie Rudolf Budja, Salzburg (2010); Time Zone, Haus Frey, Graz; Cross over, Galerie Peitner-Lichtefels, Wien; Flavors of Austria, The Art Foundation, Athen;
The Beauty of the Mistake, LX factory, Lissabon (2009); May I Have Your History, Artist Quarterly, Sotheby´s, Wien; Space Invasion, Östereichisches Museum für Volkskunde, Wien; don´t trip over, NT Art Gallery, Bologna; EMB Contemporary Art, Triesen (2008); Raumfüller, Galerie Budja, Salzburg; Raum:Konkret, Museum der Stadt Waidhofen/Ybbs; artMart, Künstlerhaus, Wien; Sceneshift, Passagegalerie, Künstlerhaus Wien (2007);
flash lite, white club, Salzburg; site effects, Schloss Hollenburg; Type Faces, Museum der Stadt Waidhofen, Ybbs;
The failed show, Kforum vienna, Wien (2006); Die Leere, Gustav-Eiffel-Oberschule, Berlin;
Chilenische Eier, Space, Kforum vienna, Wien; Hautnah, Display 2005, Kforum vienna, Wien; Leere Verprechungen, Galerie Eboran, Salzburg (2005); Display 2004, kforum vienna, Wien; Art-position, Brauerei Ottakring, Wien; Die Macht der Farbe, Theseus Tempel, Wien; Architekt gesucht, Kunstverein Deutschvilla, Srobl (2004); Niederösterreich
Viertelfestival, Bad Fischau; Niederösterreich
Art-position, Brauerei Ottakring, Wien; Galerie B52, Wels; Galerie Storms, München (2003)
ROLAND RAUSCHMEIER
Matula
Vom Objekt zum Zeichen
über das Bild zur Sprache.
Von der Statik zur Dynamik
vom Monument zum Readymade.
Das Ornamentale und die Einfachheit.
Die Figur und das Abstrakte.
Die Ordnung und das Model:
Geometrie und Utopie.
Vom Bild zum Werkzeug
Vom Rationalismus zum Modernismus
durch Form und Geste.
Nach der Moderne.
Roland Rauschmeier, geboren in Augsburg 1974, lebt und arbeitet in Wien.
Ausbildung: 1999-2005 Bildende Kunst (Malerei und Grafik), Akademie der bildenden Künste, Wien (bei Reneé Green und Marina Grcinic); 1996-99 Analytischen Philosophie, München und Berlin.
Ausstellungen (Auswahl): Para/Site ART Space, Hong Kong; Austrian Cultural Forum, New York; Galerie Henze & Ketterer, Bern; Videorama, Kunsthalle, Wien (2009); Erwachet!, Galerie Amer Abbas, Wien; Bring mir ein Gras vom Rand der Bildebene, Dioptic GMBH, Weinheim; Beauty Island, fenster c, Wien; Strictly Berlin, Galerie der Künste, Berlin (2008); Is it a high C or a Vitamin B, Gallery 5020, Salzburg; Liste 07, Basel; groupshow, Tanzquartier, Wien (2007); Space Invasion, Wien; Die Rückkehr der Postmoderne, Elektrohaus, Hamburg; Rag and Bone, Three Colts Gallery, London; Pelouses Autoriseés, Parc de la Vilette, Paris (2006); Lassie come home, Skam, Hamburg; Tod durch kritische Vernunft, Atelier Frankfurt, Frankfurt; Povera, Semperdepot, Wien; Kunst nach 45, MAK NITE, Museum Angewandter Kunst, Wien (2005); Maximum Break, Akademie der bildenden Künste, Wien; Die große Kompression, Lassie Offspace, Wien (2004)