Eröffnung: 18.05.2010, 19h // Ausstellungsdauer: 19.05.-17.07.2010
„Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.“ (Immanuel Kant)
Der kategorische Imperativ (1785) ist das Herzstück der Moralphilosophie von Immanuel Kant, die maßgeblich zur Emanzipation und Liberalisierung beigetragen hat.
Auch Macht und Ohnmacht sind seitdem fast jedem Menschen „zugänglich“, und der rationale Fortschrittsglaube ist zum teilweise irrationalen Zwang geworden immer „up to date“ sein zu müssen.
Dahinter steht ein Selbstporträt, das ironisch die Frage nach wahrem Fortschritt stellt: Sven Buchholzer arbeitet in einem High-Tech-Labor, aber das Buch „Wunder des Lebens“ bringt seine eigene Überzeugung ins Wanken. Dazu hört man den kategorischen Imperativ, der in seiner permanenten Wiederholung bis zur Bedeutungslosigkeit karikiert wird.
Das fotografische Selbstporträt bietet allgemein in Sven Buchholzers Arbeiten die Möglichkeit, seine soziale Identität zu hinterfragen, in dem er in Rollen schlüpft und sich an ungedachten Orten findet.
Dank an: Sven Kaschte (Stimme)
Sven Buchholzer, geboren 1976 in Bistritz (RO), lebt und arbeitet in Wien.
Ausbildung: 2004-2005 Schule für künstlerische Photografie (Friedl Kubleka), Wien; 1994-2003 Germanistik, Geschichte und Soziologie, Universität Salzburg und Berlin.
Ausstellungen (Auswahl): Artmart, Künstlerhaus, Wien (2007); Don`t look back, Koje38, Salzburg; Every time somebody smiles I wake up, Koje 38, Salzburg; Faktum Flakturm, Flakleitturm Arenbergpark, Wien (2006); Wildwuchs, Poolbar, Feldkirch (2005); +/-12, Galerie 5020, Salzburg (1998).
Die Videoinstallation 'Robberies' bezieht sich auf verschiedene Filmszenen von Überfällen.
Der exakte Scripttext des Räubers wird dem Filmkontext entnommen und nachgesprochen - die Pistole hat dabei als Gegenüber die Kamera. Der emotionale Ereignischarakter des Überfalls im Film verwandelt in sich in wiederholende lapidare Handlung und Monolog.
In einer Anordnung von fünf Fernsehern in der Installation, wird der Betrachter den Figuren gegenübergestellt. Die räumliche Ordnung des Überfalls wird für den Raum der Portiersloge verdreht. Videosequenzen und die Pausen zwischen ihnen ordnen sich neu im Versatz der sich loopenden unterschiedlich langen VideoDVDs und ergeben so zufällige Gegenüberstellungen und Reihungen.
Anahita Razmi, geboren 1981 in Hamburg, lebt und arbeitet in Stuttgart.
Ausbildung: 2007-2009 Staatliche Akademie der Bildenden Künste (bei Christian Jankowski und Rainer Ganahl), Stuttgart; 2005-2006 Pratt Institute, New York; 2001-2006 Bauhaus-Universität Weimar (bei Christine Hill), Weimar.
Ausstellungen (Auswahl): If Love is an Ice-Cream, Flat 1, Wien (2010); It Has Happened, TPTP Project Space, Paris; Summer Reading, Invisible Exports, New York; Broken Tales, Shanghai Theatre Academy, Shanghai (2009); Last Rites, Tensta Konsthall, Stockholm; Iceberg enters Obelisk, Whitechapel Gallery, London; White Night Film, 51 Stufen, Flensburg (2008); Two Days Only, „Fruit & Flower Deli“ Gallery, New York; takt9 Künstlerwettbewerb, takt9, Zürich; Homo Bellicus, Kulturzentrum Christiania, Berlin (2007); Leichte Aktionen, Limona Glaskasten, Weimar (2006); Drawing, Pratt Institute/ South Hall Gallery, New York; foresight, Weimarhalle, Weimar; „Das Eigene & Das Fremde“, ehemalige Grundschule Johannes Falk, Weimar (2005); Volksstreifen, Palast der Republik, Berlin; Contact VJ Festival, Café Moskau, Berlin; Schleier-Schutz, Symbol, Repräsentation, K&K Kiosk, Weimar (2004).
www.anahitarazmi.de
Sven Buchholzer, Anahita Razmi, 2010 -
Ausstellungsansichten: - - - - -

Sven Buchholzer, Anahita Razmi, 2010 -
Ausstellungsansichten: - - - - -
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