| Portieslogen Das Pentagondodekaeder 6500 Kelvin, das aus zwölf gleichseitigen Fünfecken besteht und sich zu einem regelmäßigen Körper verbindet, ist ein Lichtobjekt, welches Simone Klien aus einer Recherche zu Form und Licht entwickelt hat. In der Lichtinstallation füttert ein Festkörper, das Pentagondodekaeder, ein phosphoreszierendes Linienbild an der Wand mit pulsierendem Licht. Die pulsierenden Lichtröhren im Inneren des Festkörpers generieren den neongrellen Schein. Bei Licht schimmert der Kristall weiß-gelb, im Dunkeln leuchtet die Farbe der phosphoreszierenden Linien in einem glühenden grün. Dies hebt sich vom Hintergrund ab, erscheint virtuell oder fast räumlich. Das kristallförmige Linienbild wirkt in der Dunkelheit leuchtend und das Pentagondodekaeder wie eine Maschine, die es antreibt Die Idee für die Form des Körpers entstand aus der Beschäftigung mit kristallinen Strukturen, die seit jeher eine besondere Rolle in der epistemischen Menagerie spielten: an der Grenze zwischen Lebendigem und Totem finden sich Kristalle in der Alltagswelt so selbstverständlich wie als halbleitendes Geheimnis der gegenwärtigen IT-Revolution. Licht ist ebenfalls ein Grenzgänger zwischen unvereinbar scheinenden Qualitätsbestimmungen; zugleich Teilchen und Welle, Grundlage für alles Leben auf der Erde.
Simone Klien, 2010 -
Ausstellungsansichten: .................................................................................................................................................................................... Miriam Visaczki Miriam Visaczki übernimmt in ihrer Installation Chameleon zwei grafische Systeme, die zum einen biografisch konnotiert sind, zum anderen einen Umgang mit der Moderne repräsentieren: die Glasmalerei ihrer Tante, die Werke der klassischen Moderne, etwa Van Goghs, in dekoratives Wanddekor umarbeitet und das System der Metopen ihres Vaters. Dieser archiviert in einem Raster von 7 mal 7 Quadraten und in einer eigens dafür konzipierten Schrift persönliche Begegnungen, Geburtstage, Tagespolitik oder die Summe der Tage, die er am Leben ist und kreiert eine strenge grafische Sammlung, die sich zwischen Poesiealbum und Tagebuch bewegt. Die Glaskacheln hängen in der ausgeräumten ehemaligen Portiersloge des Hauses. Der Portier, dessen hauptsächliche Tätigkeit das Warten und Bewachen ist, war dabei seinen Gedanken ausgeliefert: vienna, sleep, schwur, shelter, my fault, paul celan, calcul, occupied, ipad decide, windy, future, talk low beer, memory, two lovers, faces
Miriam Visaczki, 2010 -
Ausstellungsansichten: .................................................................................................................................................................................... Klien // Visaczki, 2010, Eröffnungsfotos
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